Leises Klopfen weckt mich, ist der Tee fertig und meine Liebste holt mich sanft zum Frühstück? Nee, dazu ist das Klopfen zu regelmäßig, es sind dicke Regentropfen, die unablässig auf das Deck über mir trommeln. Ich freue mich dennoch, immerhin war doch das Frühstück liebevoll bereitet, danke! Wir sind an Bord inzwischen geübte Langweiler und legen uns ab.

Die Abwassertanks sind inzwischen voll und sollten geleert werden, dazu möchten wir weit raus fahren, weg von der Küste. Umweltmäßig ist das mit unserer kleinen Menge noch vertretbar, wenn man nicht gerade am Ufer abläßt, schließlich ist es nur rein biologisch und die Delfine & Co. pieseln auch ins Meer 😉.

Am Nachmittag klart es auf und wir machen uns bei Sonnenschein und aalglatten Meer auf den Weg. Levent löst die Landleinen und dann heben wir den Anker. Draussen wurd das Sonnenloch in den umgebenen Wolken immer kleiner, es zieht zu und ruck zuck haben wir ordentlichen Segelwind und gleich auch etwas Wellen. Nur mit der Genua ziehen wir mit dem Boot zurück, um heute Abend bei Can in der Bucht Karacaören einzukehren.

Angekommen regnet es sogleich in Strömen, wie sollen wir so trocken mit dem Beiboot in die Kneipe kommen? Abwarten, derweil brummt es kräftig im Vorschiff und stört das Dösen. Levent hat den Wassermacher angestellt, um den leeren vorderen Tank zu füllen. Die letzten Jahre waren wir auch schon hier eingekehrt, es ist eine urige Seglerkneipe.Reise 2024

 

Levent beim Einholen der Landleinen

Ankerwinde

Bei Can in Karacaören

Wir wurden abgeholt

Freiluftrestaurant mal ganz nass aber mit Feuerchen

Der Fisch ist fertig gegrillt