Wo soll ich schon hin? Weit entfernte Ziele lohnen zum Ende der Saison nicht mehr oder sind bei den nun kurzen Tagen kaum schaffbar. Irgendwie kommt mir gerade so eine Parallele zum Leben in den Sinn – och, bloß schnell wat anderes denken.

Schwanenstein bei Lohme

Sassnitz ist ja „gleich um die Ecke“ von Lohme aus gesehen. Ein nahes, bequemes Ziel. Wieder einmal an der Rügener Kreideküste entlang. Ohne Motor, nur unter Segeln. Gemächlich im Durchschnitt etwa drei Knoten Fahrt. Aber die Werte alleine geben nicht die Realität wieder. Die Windstärke lag zwischen 1 und 6 Beaufort, sehr böig. Die letzten Meilen Wind gegenan, Sassnitz Hafen bereits in Sicht, kam noch etwas Ehrgeiz in mir hoch: jetzt auch ohne Motor bis hin!

Kreuzkurs nach Sassnitz

Bilanz des Tages

Also, wie gehe ich an den Kurs zum Hafen ran? Heftige Böen gegenan und Welle. Die erste Böe krängt das Boot gewaltig, vor lauter Respekt,hatte ich gleich das zweite Reff eingebunden. Und ohje, nun ging gar nichts mehr außer Halbwindkurs! Zog ich höher an den Wind, stand das Boot wie festgenagelt. Wenden unmöglich, die Welle stoppt mich sofort, nur Q-Wenden und dabei viel Raum verlieren. Also wieder Ausreffen ins erste Reff, dafür die Genua im Zweiten gelassen. Das Groß deutlich offener gelassen, als normal, lief es nun hoch am Wind mit 4 Knoten. Geht doch! Den Rest des Tages mit einem Kaffee ausklingen lassen.

Kaffezeit in Sassnitz

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