Aktualisiert am 4. Juli 2022 in „Bengatz“ (Pegnitz)/Ofr.

 

22. Juni 2022: Wann war das, als der Euro seine Parität mit der alten D-Mark überschritten hatte? Die jetzige Inflation fokussiert meine Geldgedanken auf den alten Vergleich der Währungen, was eigentlich eher ein Sinnieren über verschiedene Epochen unserer Zeit ist.

Sinnieren in Kloster, verlängertes Frühstück mit Aussicht

Stillleben mit Wasserkessel

Gestern noch hatte ich am Abend für eine Currywurst mit Pommes und zwei Biere 22,40 € zu zahlen, in einem Imbiss mit Zelt. Habe ich jemals (auf’n Land in Bayern) fünf Mark oder mehr für ein Glas Bier bezahlt? Nie! Bei Einführung des Euros damals, hatten alle Preise erst einmal eine wunderbare Optik. Na, nicht alle, Autowaschstraßen z.B. hatten tags drauf schon Parität, vorher und nachher 4,99 DM/€.

Und dann gibt es ihn doch immer wieder, den Unterschied der Werte und Preise. Meine Handvoll wichtiger, eigentlich nicht billiger Ersatzteile für den Schiffsmotor hat weniger gekostet, als ein gut bürgerlicher Gaststättenbesuch für Zwei. Eine schöne Ausnahme, die Stralsunder Filiale des „Inselbäckers“, die nette Bedienung verlangte für einen Humpen Kaffee, Keks, Knackwurst und Brötchen zusammen 4,20 Euro. Geht doch! Da hätte ich damals auch fünf Mark für gegeben.

 

angemessene Preise in Franken im Juli 2022

Jetzt im Juli, zurück vom Segeln, genieße ich den warmen Sommerabend auf der Terrasse eines Gasthauses im Oberfränkischen Pegnitz. Der Blick gleitet über die Speisekarte und dem Aushang und meine Gedanken gehen wieder zurück zu diesem Blogbeitrag von mir, den ich erst vor ein paar Tagen schrieb. Daher das „UPdate“.

Pegnitz, das Tor zur Fränkischen Schweiz. Eine Region, die ebenfalls stark mit und vom Tourismus lebt, ganz, wie auch die Küste MV’s. Auch hier hat es Preisanhebungen in der Gastronomie gegeben. Dennoch blieb man erfreulicher Weise in einem vernünftigen Rahmen. Obwohl die Betriebe hier ihren Lebensunterhalt nicht anders zu bestreiten haben, wie anderswo. Ganz im Gegenteil meine Erfahrungen der letzten 3 Jahre entlang der Küste! Viele der geforderten Preise sind ungehemmt angehoben worden und das, ohne Verbesserung der gebotenen Leistung. Das betrifft die Hafengebühren genauso, wie das Abendessen und das Glas Bier im Restaurant. Da sollten die Tourismusbeauftragten der Region mal zusammen mit den Betrieben darüber nachdenken. Denn irgendwann ist der Bruch da und man mag als Gast nicht mehr kommen.

1/2 Ltr Bier 2,90 – geht doch! Angemessene Preis im Frankenland im Gegensatz zur Boddenküste in 2022

In Pegnitz nun meine heutige Rechnung für zwei Personen mit Flammkuchen und Getränke:

Ja, „die Renten sind sicher“ Herr Blüm! (er war mal der zuständige Minister). Solange es noch für meine Zeit an Bord der Dulcibella reicht, will ich dennoch meinen Frieden damit machen. Notgedrungen.

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