Nach dem Kurzbesuch in Fethie fuhren wir ein kleines Stück zurück zu den vor Göcec gelegenen Inseln und ankerten zum Übernachten in der Bucht Büyükaga. Menschenleer, das einzige Boot hier, kochen wir unser Abendessen und machen eine Büchse Bier auf.
Am nächsten Morgen ziehen wir den Anker, der uns die Nacht über gut gehalten hat, wieder auf und segeln mit Felicitas, der 46-Fuss-Bavaria von Levent, weiter nach Ekincik.
Erwartungsvoll nähern wir uns der kleinen schönen Bucht des Ortes. Die Enttäuschung ist groß: hier ist nix! Das Edelrestaurant an Steuerbord: geschlossen. Alle anderen Restaurants ebenso. Der Supermarkt auch. Keine Saison – keine Versorgung! Und unser Kühlschrank ist fast leer. Mist! Also, was habe ich noch für ein Essen? 4 Eier, etwas Paprika, eine Gurke, zwei Tonaten, etwas Ziegenkäse, ca. 10 Scheiben Vollkornbrot, Speck, und Bier.
Heraus kam so etwas, wie ein „Strammer Max“ mit Salat, hat gepaßt und man wurde leidlich satt. Beim nächsten Ziel soll unser Skipper lieber vorher fragen, ob offen ist 😜.
Marmaris, was für ein Kontrast! Das nächste Etappenziel erwies sich als quirlige Stadt mit allem, was man sich wünschen kann. Wir konnten unsere Vorräte ergänzen, an der belebten Uferpromenade Kaffe trinken, abends gut Essen gehen, eine Bar besuchen und zum Abschluss einen Absacker im Boot genießen. Es folgte ein langer Tiefschlaf 🤪.
Aber eines ist klar: beim nächsten Mal wird die Marina gemieden und gleich vor dem Stadtstrand geankert. 250 Euro für eine Nacht plus Nebenkosten und das im März vor der Saison, nee Leute!
Kurz um die Ecke lagen wir am Folgetag in der Bucht von Ciftlik. Herrlich gelegen wartet dieser Ort noch im Tiefschlaf auf die kommende Saison mit Gästen. Wir ankern und kochen wieder selber, dieses Mal Spagetti.
Wer etwas Geld übrig hat, kann in diesem Ort investieren und wohl einiges in den Sand setzen. Ein Hotelkomplex, groß, baufällig und natürlich hässlich, steht für 50 Mill. € zum Verkauf. Daneben haben sich Ukrainer mit einer Bungalow Anlage verspekuliert, sie steht für 12 Mill € feil. Da leben die kleinen Strandrestaurants dazwischen in ihren Bretterbuden bestimmt besser!
Weiter geht’s mit warmen Sonnenschein tags drauf nach Norden zu den Inseln vor der Bucht von Göcec. Nach guten 30 Meilen legen wir dann bei einsetzendem Regen und Windböen in der Gobun-Bucht an. Hier waren wir schon letztes Jahr und erfreuten uns am Lammbraten. Und genau das haben wir abends wieder bestellt, lecker!
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