Tschüss Neuwarp und damit auch tschüss Polen! Am Vormittag lege ich mit leichten Rempeleien mit starken Seitenwind ab. Rückwärts Ausparken mit starken Wind von Steuerbord geht mit Dulcibella gar nicht. Zumindest nicht Einhand ohne kompetente Hilfe. Retour eingekuppelt schwenkt das Heck deutlich nach Steuerbord, gleichzeitig drückt der Wind den leichten Bug nach Backbord. Das ergibt einen tollen Dreheffekt, der jedoch in einer schmalen Gasse nicht willkommen ist. Nach der Drehung liegt das Boot also an den anderen Booten an. Glücklicherweise keine Fremdschäden, nur selber eine leicht verbogene Reelingstütze.

Das Stettiner Haff auf der deutschen Seite empfängt mich mit steifen Gegenwind. Auf der einen Seite Stellnetzte, andererseits selber keine Lust zum Kreuzen, also lief der Motor mit stundenlangen Wellengehopse.

Nach einer Ankerpause in der Wartezeit vor der Zecheriner Brücke ging es dann nur unter Genua gewaltig zur Sache! Später eine Kurve, ergibt Halbwind, das Groß kommt hinzu. Weiter dann am Wind und plötzlich noch mehr Wind! Rings um mich flattern die Segel der anderen und werden eingerollt. Ich gehe ins zweite Reff und jetzt hole ich das Kreuzen nach. Es scheppert und kracht aber ich komme voran. Irgendwann bin ich ausgepowert und fahre auch unter Motor weiter. Die sehr dunkle, blaue Wolke neben mir wird immer schwärzer und erste Blitze zucken. Na toll! Da da gönnt man sich mal etwas Spaß und weil es etwas Zeit kostet, wird danach genau bei der Einfahrt in den Krumminer Naturhafen intensiv Regen-geduscht. Ok, es folgt eine Heizungsorgie zum Trocknen, derweil im Bistro ein Bier & Bratwurst. Alles gut!

Kurios, sonst umgekehrt! Auf der offenen See ist deutlich weniger Wind, als an Land und im Haff.

Motor gegen Welle

Gewitter kommt.

Ach ja! Ich bin wieder in Deutschland, man merkt es an teure Anlegegebühr und mieeeesen Handynetz!!

 

 

0 Kommentare

Kommentar verfassen